Die Bordküche für eine Woche auf See auszustatten, lässt sich auf drei Schritte herunterbrechen: Mahlzeiten planen, nach Liste einkaufen und richtig verstauen. In diesem Ratgeber liefert Adria Yachts eine Liste der wichtigsten Vorräte, ungefähre Lebensmittel- und Wassermengen für 2, 4 und 6 Personen, Tipps zur Organisation von Kühlschrank und Stauräumen sowie die häufigsten Anfängerfehler, die man vermeiden sollte.
Die Bordküche – von Seglern oft Kombüse (vom englischen galley) genannt – ist das Herz jedes mehrtägigen Törns. An Land ist eine Küche etwas Selbstverständliches: Der Kühlschrank ist immer griffbereit, es gibt fließendes Wasser, Gas und einen Supermarkt um die Ecke. Auf dem Wasser sieht das anders aus. Der Platz ist begrenzt, Wasser ist kostbar, der Kühlschrank kleiner als zu Hause, und der nächste Laden kann mehrere Segelstunden entfernt liegen.

In Gesprächen mit unseren Chartergästen stellen wir immer wieder fest, dass die meisten beim ersten Einkauf deutlich mehr Lebensmittel besorgen als nötig – und gleichzeitig das Wichtigste vergessen, etwa ausreichend Wasser, Salz oder Müllbeutel. Deshalb haben wir in diesem Ratgeber alles zusammengetragen, was wir aus langjähriger Erfahrung in Verkauf, Charter und Beratung von Bootseignern darüber wissen, wie man die Bordküche für eine Woche ausstattet. Das Ziel ist einfach: weniger Stress, weniger weggeworfene Lebensmittel und mehr Zeit, um das Meer zu genießen.
Wie stattet man die Bordküche aus?
Statten Sie die Bordküche aus, indem Sie alle sieben Tage im Voraus durchplanen, anhand dieses Plans eine Einkaufsliste erstellen und Lebensmittel kaufen, die lange haltbar sind und wenig Platz brauchen. Sorgen Sie für ausreichend Trinkwasser (etwa 3–4 Liter pro Person und Tag zum Trinken und Kochen), die grundlegende Küchenausstattung und verstauen Sie die Vorräte vor dem Ablegen richtig im Kühlschrank und in den Trockenstauräumen.
Warum eine gute Organisation der Bordküche wichtig ist
Aus unserer Erfahrung bedeutet eine gut organisierte Bordküche weniger Stress während des Törns und mehr Zeit, um das Meer zu genießen. Der Grund ist sehr praktisch: An Bord ist jeder Zentimeter Stauraum kostbar, und jedes überflüssige Kilo Lebensmittel nimmt Platz weg, den man lieber anders nutzen würde.
Eine schlecht geplante Küche bringt drei typische Probleme mit sich. Das erste ist die Lebensmittelverschwendung – frische Vorräte verderben, weil sie falsch gelagert wurden oder schlicht zu viel davon da war. Das zweite ist der Engpass – man geht mitten auf dem Törn ohne Wasser, Brot oder Grundzutaten aus, weit weg vom nächsten Laden. Das dritte ist das Chaos auf engem Raum – sind die Vorräte nicht logisch verstaut, wird jedes Kochen zum Wühlen in den Schränken, während das Boot schaukelt.
Eine gut organisierte Kombüse löst alle drei Probleme auf einmal. Hinzu kommt, dass die Küche an Bord auf engem Raum liegt, wo Kochen und Beisammensein gleichzeitig stattfinden – Ordnung in der Küche wirkt sich also direkt auf das Wohlbefinden der ganzen Crew aus.
Wie organisiert man die Bordküche vor dem Ablegen?
Die Vorbereitung beginnt an Land, bevor Sie überhaupt die Leinen loswerfen. Wir empfehlen folgende Reihenfolge:
- Planen Sie alle sieben Tage an Mahlzeiten. Vorher zu wissen, was gegessen wird, ist der Schlüssel zum genauen Einkauf.
- Erstellen Sie eine Einkaufsliste nach dem Speiseplan, nicht „nach Gefühl“. Eine Liste schützt vor Überkauf.
- Prüfen Sie die vorhandene Ausstattung an Bord. Charteryachten haben meist die Grundausstattung; sehen Sie nach, was fehlt, bevor Sie einkaufen.
- Kaufen Sie vor dem Ablegen in einem größeren Supermarkt ein, denn dort ist die Auswahl größer und die Preise sind niedriger –
- Inselläden sind teurer und schlechter sortiert.
- Verstauen Sie die Vorräte gleich beim Beladen – Schweres und Konserven tief und unten, Zerbrechliches und Frisches griffbereit, den
- Kühlschrank in der Reihenfolge der Verwendung sortiert.
Ein Praxistipp: Nehmen Sie die Lebensmittel schon in der Marina aus der sperrigen Kartonverpackung und füllen Sie sie in Beutel oder stapelbare Behälter um. Kartons nehmen Platz weg, ziehen Feuchtigkeit und sind oft ein Versteck für unerwünschte Insekten.
Mahlzeitenplanung für sieben Tage
Die Planung des Speiseplans ist der wichtigste Schritt, denn aus ihm ergibt sich der gesamte Einkauf. Wir empfehlen, die Mahlzeiten in Frühstück, Mittag- und Abendessen aufzuteilen und mindestens einige „sichere“ Gerichte einzuplanen – einfache Speisen, die schnell, in einem Topf und ohne viel Wasser zubereitet sind.
Eine gute Faustregel: Planen Sie frische Gerichte für die ersten Törntage und Gerichte aus lang haltbaren Zutaten für das Wochenende. Fisch, frisches Fleisch und empfindliches Gemüse kommen in den ersten zwei bis drei Tagen auf den Speiseplan, während Nudeln, Reis, Konserven und Haltbares die zweite Wochenhälfte übernehmen.
Eine typische Woche an Bord könnte so aussehen:
- Frühstück: eine Kombination aus Haltbarem (Haferflocken, Kekse, Marmelade, Honig) und Frischem, solange es reicht (Eier, Joghurt, Obst).
- Mittagessen: oft leicht und kalt – Salate, Sandwiches, Aufschnitt und Käse, da mittags meist gesegelt oder gebadet wird.
- Abendessen: die warme Hauptmahlzeit vor Anker – Nudeln, Risotto, einfacher Fisch oder Gegrilltes, falls das Boot einen Grill hat.
Lassen Sie Raum für Unvorhergesehenes. Schlechtes Wetter, ein längerer Schlag oder ein spontanes Mittagessen in einer Hafentaverne bedeuten, dass der Plan nicht immer aufgeht – halten Sie deshalb einige Mahlzeiten „in Reserve“.
Wie plant man die Mahlzeiten während des Törns?
Planen Sie die Mahlzeiten so, dass frische und leicht verderbliche Zutaten (Fisch, Fleisch, Milchprodukte) in den ersten zwei bis drei Tagen verbraucht werden und Haltbares wie Nudeln, Reis und Konserven für das Wochenende bleibt. Planen Sie eine warme Hauptmahlzeit pro Tag und mindestens zwei bis drei einfache Ein-Topf-Gerichte für Tage mit viel Segeln.
Liste der Grundvorräte für das Boot
Es gibt eine Gruppe von Lebensmitteln, die sich aus unserer Erfahrung an Bord immer bewähren, weil sie lange halten, vielseitig sind und keine Kühlung brauchen. Sie bilden das Rückgrat jeder gut ausgestatteten Bordküche.
Haltbare Vorräte (Trockenstauraum): Nudeln, Reis, Couscous, Mehl, Haferflocken, Kekse und Zwieback, Konserven (Thunfisch, Mais, Bohnen, Tomaten, Pastete), Olivenöl, Essig, Salz, Pfeffer, Zucker, Gewürze, Honig, Marmelade, Tee und Kaffee, H-Milch (UHT), Nüsse und Trockenobst.
Frische Vorräte (kürzer haltbar): Eier, Käse, Joghurt, Butter, frisches Fleisch und frischer Fisch (für die ersten Tage), Brot, Obst (Äpfel, Orangen, Zitronen) und Gemüse (Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln, Karotten).
Wasser und Getränke: Trinkwasser in Flaschen, Saft, Mineralwasser und nach Wunsch Getränke für die Crew.
Sonstiges, aber unverzichtbar: Müllbeutel, Frischhaltefolie und Gefrierbeutel, Küchenrolle, Spülmittel, Schwämme, Alufolie, Feuerzeug oder Streichhölzer sowie ein Erste-Hilfe-Set.
Wie viel Lebensmittel und Wasser für eine Woche mitnehmen?
Das ist die Frage, die wir am häufigsten hören. Auch wenn die genaue Menge von der Personenzahl, dem Appetit und der Zahl der Restaurantbesuche abhängt, gibt es Richtwerte aus der nautischen Praxis.
Wie viel Wasser für einen einwöchigen Törn mitnehmen?
Zum Trinken und Kochen planen Sie etwa 3 bis 4 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Für eine Woche sind das rund 21–28 Liter pro Person. Das Wasser aus den Bordtanks wird zum Duschen und Abwaschen genutzt, während zum Trinken Flaschenwasser empfohlen wird – besonders, wenn Sie sich bei der Qualität des Tankwassers nicht sicher sind.
Die meisten Yachten haben eigene Wassertanks, doch dieses Wasser wird vor allem für Hygiene, Duschen und Abwasch verwendet. Zum Trinken und Kochen empfehlen wir einen separaten Vorrat an Flaschenwasser, da Geschmack und Qualität des Tankwassers schwanken. Bedenken Sie: In der Sommerhitze der Adria steigt der Flüssigkeitsbedarf, planen Sie deshalb lieber mit einer kleinen Reserve.
Empfohlene Richtmengen der Grundvorräte (siebentägiger Törn)
Die folgende Tabelle liefert ungefähre Planungsmengen. Es sind Erfahrungswerte, keine starren Regeln – passen Sie sie an den Appetit der Crew und die Zahl der Mahlzeiten an Land an.
| Vorrat | 2 Personen | 4 Personen | 6 Personen |
|---|---|---|---|
| Trinkwasser (Trinken + Kochen) | 40–55 L | 80–110 L | 120–165 L |
| Brot / Zwieback | 5–7 Stk. / 1 Pkg. | 10–14 Stk. / 2 Pkg. | 14–20 Stk. / 3 Pkg. |
| Nudeln / Reis | 1,5–2 kg | 3–4 kg | 4,5–6 kg |
| Eier | 12–18 | 24–30 | 36–48 |
| Frisches Fleisch und Fisch | 1,5–2 kg | 3–4 kg | 5–6 kg |
| Käse und Aufschnitt | 0,7–1 kg | 1,5–2 kg | 2,5–3 kg |
| Obst | 3–4 kg | 6–8 kg | 9–12 kg |
| Gemüse | 3–4 kg | 6–8 kg | 9–12 kg |
| Olivenöl | 0,5 L | 1 L | 1–1,5 L |
| Kaffee / Tee | 1 Pkg. | 1–2 Pkg. | 2 Pkg. |
| H-Milch (UHT) | 2–3 L | 4–6 L | 6–9 L |
| Konserven (verschiedene) | 4–6 Stk. | 8–12 Stk. | 12–18 Stk. |
Diese Zahlen sind bewusst konservativ gewählt. Es ist besser, für zusätzliches Brot zum Inselladen zu gehen, als mit einem Kühlschrank voll verdorbenem Gemüse in die Marina zurückzukehren.
Wie organisiert man Kühlschrank und Stauräume an Bord?
Ein Bordkühlschrank unterscheidet sich vom heimischen: Er ist meist kleiner, öffnet oft von oben (wie eine Kühltruhe) und verbraucht wertvolle Energie aus den Batterien. Deshalb ist die richtige Aufteilung entscheidend.
Wie organisiert man den Kühlschrank an Bord?
Organisieren Sie den Bordkühlschrank nach dem Prinzip „zuerst rein, zuletzt raus“: Was Sie zuletzt verbrauchen, kommt nach unten, was für die ersten Tage bestimmt ist, nach oben in Griffnähe. Die leicht verderblichen Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Milchprodukte) lagern Sie an der kältesten Stelle, meist ganz unten. Öffnen Sie den Kühlschrank möglichst selten und kurz, um Kälte zu halten und Energie zu sparen.
Einige bewährte Regeln für die Aufteilung:
- Die kältesten Zonen (unten) für Fleisch, Fisch und Milchprodukte reservieren.
- Nach Verbrauchsreihenfolge einräumen – was am ersten Tag gegessen wird, kommt nach oben.
- Vertikalen Platz nutzen durch Stapeln in Behältern, die beim Schaukeln nicht umkippen.
- Rohes Fleisch trennen von den übrigen Vorräten, um Kreuzkontamination zu vermeiden.
- Einzelne Zutaten zu Hause einfrieren (z. B. Fleisch) – beim Auftauen kühlen sie den Rest mit.
Die Trockenstauräume (Schränke und Backskisten) sind für Haltbares. Schwere Konserven und Flaschen lagern Sie tief und gesichert, damit sie nicht rollen, Leichtes und Zerbrechliches höher. Alles, was auslaufen kann (Öl, Honig), gehört in verschlossene Behälter, denn auf See ist alles in Bewegung.
Welche Grundausstattung braucht die Bordküche?
Kochen an Bord verlangt nicht viel Ausrüstung, aber das Vorhandene muss funktional und seetauglich sein. Das meiste haben Charteryachten bereits, es lohnt sich aber, vor dem Ablegen zu prüfen.
Grundausstattung, die nicht fehlen darf:
- Topf und Pfanne (möglichst mit Deckel, der die Verdunstung verringert und Wasser spart)
ein scharfes Küchenmesser und ein Schneidebrett - Kochlöffel, Zange und Dosen-/Flaschenöffner
ein Sieb (für Nudeln und zum Waschen von Gemüse mit Meerwasser) - ausreichend Teller, Gläser, Besteck (möglichst bruchfest)
- Schwamm, Spülmittel und Geschirrtücher
- Müllbeutel und Zipp-Beutel zum Aufbewahren von Resten
- eine Thermoskanne oder Kühlbox für Ausflüge und Badestopps
Kleinigkeiten machen den Unterschied: bruchfestes Geschirr (Melamin oder Edelstahl) übersteht Schaukeln und Herunterfallen, und Antirutschmatten halten Teller und Bretter beim Segeln an Ort und Stelle.
Tipps fürs Kochen an Bord
Kochen an Bord hat eigene Regeln, denn Sie arbeiten mit begrenztem Wasser, wenig Energie und wenig Platz – oft während das Boot leicht schaukelt.
- Kochen Sie Ein-Topf-Gerichte, wann immer möglich – weniger Geschirr bedeutet weniger Wasser und Aufwand.
- Nutzen Sie Meerwasser zum ersten Aufkochen der Nudeln oder zum Waschen von Gemüse und Süßwasser nur zum Abspülen. So sparen Sie Trinkwasser.
- Deckel auf den Topf – das Essen gart schneller, verbraucht weniger Gas und heizt den Innenraum weniger auf.
- Bereiten Sie einen Teil an Land vor (z. B. geschnittenes Gemüse, eine Sauce), damit an Bord weniger Arbeit anfällt.
- Kochen Sie vor Anker oder in der Marina, nicht während aktiv durch Wellen gesegelt wird – aus Sicherheitsgründen.
- Achten Sie auf Gasflasche und Belüftung – drehen Sie das Gas nach dem Kochen immer ab.
Wie reduziert man den Wasserverbrauch beim Kochen?
Reduzieren Sie den Wasserverbrauch, indem Sie zum Kochen und Spülen, wo immer möglich, Meerwasser verwenden und Trinkwasser nur zum Trinken und zum letzten Abspülen. Spülen Sie das Geschirr in einer Schüssel statt unter fließendem Wasser, wischen Sie fettiges Geschirr vor dem Spülen mit Küchenrolle ab und kochen Sie Ein-Topf-Gerichte, um weniger Geschirr zu haben.
Wie verhindert man das Verderben und bewahrt Frisches bei Hitze auf?
Der Sommer an der Adria bringt hohe Temperaturen, und gerade Hitze ist der größte Feind frischer Lebensmittel an Bord. Ein paar einfache Gewohnheiten verlängern die Haltbarkeit erheblich.
Kaufen Sie Obst und Gemüse etwas fester und unreif, da es im Laufe der Woche nachreift. Lagern Sie es dunkel und luftig, nicht in geschlossenen Plastikbeuteln, in denen sich Feuchtigkeit sammelt und die Fäulnis beschleunigt. Empfindliches Obst (Tomaten, Pfirsiche) vom Rest trennen, da es die Reifung der Nachbarn beschleunigt.
Fleisch und Fisch für die ersten Tage einplanen oder zu Hause tiefgefrieren und so an Bord bringen. Reste gekochter Gerichte abkühlen lassen, in verschlossenen Behältern lagern und innerhalb eines Tages verzehren. Geöffnete Konserven nie in der Dose lassen – den Inhalt in einen verschlossenen Behälter umfüllen.
Die wichtigste Regel: Öffnen Sie den Kühlschrank möglichst selten und kurz. Jedes lange Öffnen bei Hitze bedeutet Kälteverlust und ein höheres Risiko für verderbliche Lebensmittel.
Welche Lebensmittel halten an Bord am längsten?
Am längsten halten an Bord Lebensmittel, die keine Kühlung brauchen: Nudeln, Reis, Mehl, Konserven, H-Milch, Kekse und Zwieback, Olivenöl, Honig, Salz, Zucker und Gewürze. Bei den frischen sind Äpfel, Orangen, Zitronen, Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln und Karotten am robustesten und überstehen bei richtiger Lagerung mühelos die ganze Woche.
Die häufigsten Anfängerfehler
In vielen Jahren Arbeit mit Chartergästen und Bootseignern wiederholen sich dieselben Fehler. Vermeiden Sie sie, und Ihr Törn wird deutlich angenehmer.
Am häufigsten ist der Überkauf – die Crew besorgt Vorräte für zwei Wochen, segelt aber eine, und die Hälfte wird weggeworfen. Der zweite ist das Vernachlässigen des Trinkwassers, weil man sich auf den Tank verlässt und dann ohne trinkbares Wasser dasteht. Der dritte ist die schlechte Kühlschrankaufteilung, bei der Verderbliches oben und Haltbares unten landet. Es folgen sperrige Verpackungen, die Platz stehlen, das Vergessen von Kleinigkeiten wie Salz, Öl, Dosenöffner oder Müllbeuteln sowie ein zu ehrgeiziger Speiseplan mit Gerichten, die zu viele Zutaten, zu viel Wasser und zu viel Geschirr verlangen.
Wenn Sie zum ersten Mal auf einen einwöchigen Törn gehen, helfen Ihnen ein paar einfache Regeln, unnötige Kosten und Verschwendung zu vermeiden: Mahlzeiten im Voraus planen, nach Liste statt nach Impuls einkaufen und immer ein paar einfache „sichere“ Gerichte in Reserve halten.
Praxistipps aus der Erfahrung von Adria Yachts
Aus unserer Arbeit in Verkauf, Service und Charter haben wir einiges gelernt, das selten auf Standardlisten steht, aber viel ausmacht.
Erstens: Machen Sie eine Liste und halten Sie sich daran – Disziplin beim Einkauf spart am besten Platz und Geld. Zweitens: Packen Sie die Vorräte in der Marina um und entsorgen Sie den Karton vor dem Beladen. Drittens: Planen Sie mindestens ein bis zwei Mahlzeiten an Land – ein Besuch in einer Inseltaverne gehört zum Törn-Erlebnis und entlastet die Küche. Viertens: Halten Sie eine „Notmahlzeit“ bereit, etwa Nudeln mit Sauce aus dem Glas, für Tage, an denen nichts nach Plan läuft. Fünftens: Beziehen Sie die ganze Crew in die Zubereitung ein; an Bord ist Kochen eine gemeinsame Aktivität und Teil des Spaßes.
Und zum Schluss: Vergessen Sie nicht, dass ein Törn kein Kochwettbewerb ist. Ziel ist, dass alle satt und zufrieden sind und genug Zeit für das bleibt, weswegen Sie überhaupt aufs Meer gefahren sind.
Fazit
Eine gut ausgestattete Bordküche ist die Grundlage für einen angenehmen mehrtägigen Törn. Alles läuft auf drei einfache Prinzipien hinaus: Mahlzeiten im Voraus planen, nach Liste einkaufen und Vorräte richtig lagern. Wenn Sie Frisches in den ersten Tagen verbrauchen, Haltbares für später aufheben, genug Trinkwasser sichern und Ordnung im Kühlschrank und in den Stauräumen halten, vermeiden Sie sowohl Engpässe als auch Verschwendung.
Aus Erfahrung wissen wir: Crews, die eine Stunde in die Küchenplanung investieren, verbringen die ganze Woche entspannter – mit mehr Zeit zum Baden, zum Erkunden von Buchten und für Sonnenuntergänge. Und genau darum geht es beim Segeln. Allzeit gute Fahrt und eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viel Wasser braucht eine Person an Bord?
Zum Trinken und Kochen planen Sie etwa 3–4 Liter Trinkwasser pro Person und Tag, also 21–28 Liter für eine Woche. Tankwasser dient zum Duschen und Abwaschen, während zum Trinken ein separater Vorrat an Flaschenwasser empfohlen wird.
Welche Lebensmittel halten am längsten ohne Kühlung?
Am längsten halten Nudeln, Reis, Mehl, Konserven, H-Milch, Kekse, Olivenöl, Honig, Salz und Gewürze. Beim frischen Angebot halten sich Äpfel, Orangen, Zitronen, Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln und Karotten gut.
Wie verhindert man das Verderben von Lebensmitteln an Bord?
Frisches und Verderbliches in den ersten zwei bis drei Tagen verbrauchen, Fleisch und Fisch möglichst gefroren an Bord bringen, den Kühlschrank selten und kurz öffnen und Obst und Gemüse luftig und dunkel ohne geschlossene Plastikbeutel lagern.
Was darf in der Bordküche nicht fehlen?
Wasser, Salz, Öl, Grundgewürze, ein scharfes Messer, ein Dosenöffner, Topf und Pfanne, ausreichend bruchfestes Geschirr sowie Müllbeutel und Spülmittel. Das ist das Minimum für fast jede Mahlzeit.
Wie organisiert man den Einkauf vor dem Ablegen?
Zuerst einen Sieben-Tage-Speiseplan erstellen, dann eine Einkaufsliste nach diesem Plan schreiben und alles vor dem Ablegen in einem größeren Supermarkt kaufen, da Inselläden teurer und schlechter sortiert sind. Nach Liste einkaufen, nicht „nach Gefühl“.
Wie viel Platz brauchen die Vorräte für eine Woche?
Weniger, als man denkt, wenn Sie sperrige Verpackungen vermeiden. Durch Umpacken in Beutel und stapelbare Behälter und das Entsorgen von Kartons sparen Sie bis zu einem Drittel Stauraum.
Wie lagert man Obst und Gemüse an Bord?
Etwas fester und unreif kaufen, dunkel und luftig lagern, geschlossene Plastikbeutel meiden, in denen sich Feuchtigkeit sammelt, und empfindliches Obst (Tomaten, Pfirsiche) vom Rest trennen, da es die Reifung beschleunigt.
Ist es besser, an Bord zu kochen oder in Marinas essen zu gehen?
Eine Mischung ist am besten. Kochen an Bord ist günstiger und praktischer für die meisten Mahlzeiten, während ein gelegentliches Essen in einer Inseltaverne zum Erlebnis gehört und die Küche entlastet. Ein bis zwei Mahlzeiten pro Woche an Land sind eine gute Lösung.
Wie reduziert man den Wasserverbrauch beim Kochen?
Meerwasser zum ersten Aufkochen der Nudeln und zum Waschen von Gemüse nutzen, Trinkwasser nur zum Abspülen. Geschirr in einer Schüssel statt unter fließendem Wasser spülen, fettiges Geschirr vorher mit Papier abwischen und Ein-Topf-Gerichte kochen.
Was sind die häufigsten Fehler beim Ausstatten der Bordküche?
Zu viel Essen kaufen, Trinkwasser vernachlässigen, schlechte Kühlschrankaufteilung, sperrige Verpackungen, das Vergessen von Kleinigkeiten wie Salz und Dosenöffner sowie ein zu ehrgeiziger Speiseplan mit zu vielen Zutaten und zu viel Wasserbedarf.
Wie räumt man Lebensmittel richtig in den Bordkühlschrank ein?
Nach dem Prinzip „zuerst rein, zuletzt raus“: Haltbareres nach unten, Vorräte für die ersten Tage nach oben. Das Verderblichste (Fleisch, Fisch, Milch) an die kälteste Stelle, rohes Fleisch getrennt lagern und den Kühlschrank möglichst selten öffnen.
Wie viel Essen braucht man für sechs Personen für eine Woche?
Etwa 4,5–6 kg Nudeln und Reis, 36–48 Eier, 5–6 kg Fleisch und Fisch, 9–12 kg Obst und ebenso viel Gemüse sowie 120–165 Liter Trinkwasser. Die genaue Menge an Appetit und Mahlzeiten an Land anpassen.
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